Pilatus Gsässweg

Wanderung Fräkmüntegg – Gsässweg – Nauenweg – Pilatus

 

Wanderzeit: Ca. 2 1/4 Std.

Grad: T3+

 

Auf den Pilatus führen mehrere, unterschiedliche Wanderwege. Neben dem Heitertannliweg gehört der Gsässweg zu den Schönsten und Reizvollsten. Sicherlich ist der Gesässweg von allen Pilatuswegen derjenige mit der schönsten Aussicht auf den Vierwaldstättersee. Wenn ich diesen Weg gehe, dann beginnt für mich die Reise in Kriens (Anreise siehe hier). Von dort aus fahre ich mit der Gondelbahn direkt auf die Fräkmüntegg. Zwar könnte man auch diesen Teil laufen, aber ich finde (vor allem den Abschnitt Kriens-Krienseregg) nicht so attraktiv.

 

Nachdem du auf der Fräkmüntegg (1416 m ü. M.) angekommen, bist geht es erst einmal ein Stück nach unten. Direkt neben dem Restaurant geht es Richtung Talstation der Rodelbahn. Auf ca. halben Weg bei der Kapelle geht es durch ein „Tunnel“ unter der Rodelbahn hindurch und dann quer über die Wiese.

 

 

Danach geht es durch ein kleines Wäldchen und über ein Bächlein. Von da an wird es so richtig ruppig. Über schmale Pfade geht es teilweise steil nach oben. Bei den heikelsten Stellen sind Drahtseile gespannt. Ab und zu hat man das Gefühl, auf allen Vieren zu laufen. Der Einsatz der Hände ist unumgänglich. Gerade wenn auf den Steinen im Weg noch Feuchtigkeit liegt, sollten die Schritte gut gewählt und konzentriert ausgeführt werden. Ein Ausrutscher könnte bei einigen Passagen ziemlich verheerend sein. Ich möchte niemandem Angst machen, der Weg ist gut machbar, aber darauf hinweisen, dass es in den Bergen auch Gefahren gibt.

 

 

Hier möchte ich noch kurz erwähnen, dass bei mir dieser anstrengende Bergweg voll in die Waden ging. Bei Beat ging es in die Arme (wegen den Laufstöcken) und bei Sabine ins Gesäss – yep – heisst der Weg wohl deshalb Gsässweg? 🙂

Aber kein Grund zum Jammern. Im Gegenteil. Denn für diese tolle Aussicht würde ich noch einige Strapazen mehr erdulden.

 

Hier noch ein paar bewegte Bilder auf YouTube über die Panoramaaussicht auf den Vierwaltdstättersee.

 

Später endet der Gsässweg indem er in den Nauenweg eingeht. Ab hier überquert man ein Felsband, mehrheitlich im Zickzackkurs auf Schotter und Geröll und die Aussicht verändert sich komplett. Links sieht man die Felsen mit der Bergstation der „Dragon Ride„. Auf diesem Teil des Weges ist es gut möglich dass du Bergwild siehst (Steinböcke, Gämse).

 

 

Und schon bist du auf ca. 1900 m ü. M. und an der Klimsenkapelle angekommen (das Klimsenhorn liegt 1907 m ü. M.). Hier kommst du mit den Wanderer zusammen, die über den Heitertannliweg hierher aufgestiegen sind. Einige der Wanderer benutzen diesen Platz für Rast und Verpflegung und geniessen den wunderbaren Panoramablick ins Mittelland. Ab und zu kann man von hier aus auch Gleitschirmflieger beim Starten zuschauen (diese steigen direkt vom Pilatus-Kulm (2070 m ü. M.) zu diesem Startplatz hinunter).

 

 

Auf steinigen und steilen Kehren werden die letzten Höhenmeter überwunden. Dann ist es fertig mit Ruhe und du triffst auf den regen Pilatus-Tourismus. Nicht alle steigen gerne auf Berge, die auch von Bergbahnen erschlossen sind. Ich aber liebe den Wechsel zwischen Ruhe und Rummel, zwischen Natur und Zivilisation. Auch liebe ich es nach einem anstrengenden Aufstieg auf der Terrasse des Restaurant Pilatus-Kulm ein Bier oder sonst etwas feines zu geniessen. Danach nehme ich meistens die Möglichkeit des knieschonenden Abstiegs mit den Luftseilbahnen in Anspruch.

 

 

Fazit: Der Gsässweg auf der Nordseite des Pilatus ein anstrengender und anspruchsvoller Wanderweg. Dafür bietet er eine unvergleichbare Aussicht auf den Vierwaldstättersee und Umgebung. Für mich ist dieser Wanderweg eine klare Empfehlung. Auf einer Skala von 0-10 (10 = am Besten) würde ich glatt eine 9 geben!!

 

TIPP: Mit Kindern würde ich den Heitertannliweg bevorzugen, da der Gsässweg doch etwas gefährlicher ist und bei Nässe an verschiedenen expandierten Stellen Rutschgefahr besteht.

 

TIPP: Da die jährliche Instandstellung der Wanderwege im Pilatusgebiet jeweils am 3. Samstag im Juni gemacht werden ist die Ideale Saison ab dann bis Mitte Oktober

 

Wanderung in Zahlen

Schwierigkeit: T3+

Wanderzeit: ca 2 Std 15 Min

Distanz: 3.9 km

Höhenmeter Aufstieg: 710 m

Höhenmeter Abstieg: 30 m

 

Kartenmaterial (Wanderung Fräkmüntegg – Pilatus via Gsässweg-Nauenweg)

Den Pilatus erreichst du von der Fränkmüntegg aus via Gsässweg

 

Kartenmaterial zur Verfügung gestellt von
http://www.geo.admin.ch/

 

Karte als PDF herunter laden:
Fräkmüntegg – Pilatus via Gsässweg

Hier kannst du deine Karte in Qualität und Grösse selber definieren und drucken.

 

 

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