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Kapstadt Lions Head

Rauf auf den Lions Head

Für mich das Highlight in Kapstadt. Einfach ein genialer Hügel. Ja, Hügel. Das soll jetzt nicht abwertend sein, nein, denn er hat es in sich. Der “Löwenkopf” liegt direkt neben dem Tafelberg. Mit 669 Metern ist er nicht besonders hoch, aber seine Kegelform und die wunderschöne Lage machen ihn zu einer Besonderheit. Oben angekommen aber auch bereits beim Aufstieg wirst du mit einem atemberaubenden Ausblick auf Kapstadt, den Signal Hill, der Atlantikküste, dem Robben Island, dem Tafelberg, dem Devil’s Peak, Sea Point, Green Point und und und .. belohnt. Einfach FANTASTISCH!

3 Mal war ich auf dem Lion’s Head und ich wäre noch einige Male mehr auf diesen “Berg” gestiegen wenn es die Zeit erlaubt hätte. Da ich nördlich des Löwenkopfes in Sea Point gewohnt habe, konnte ich sogar direkt via Signal Hill auf den Lion’s Head wandern. Von Sea Point auf den Signal Hill hatte ich höchsten 1 Stunde, total easy und leichte Wanderung. Aber zweimal habe ich mich mit einem Taxi  an den Fuss fahren lassen und bin so auch wieder zurück. Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, kannst du auch direkt auf den Signal Hill fahren.

TIPP: Wenn du etwas länger in Kapstadt bist, lohnt es sich, mit einem Taxifahrer die Telefonnummer zu tauschen und immer mit diesem zu fahren. Meinem Taxifahrer konnte ich vertrauen und ihn auch jederzeit anrufen. Und wie ich gehört habe, kann man das wirklich nicht bei allen sagen. Unbedingt einen empfehlen lassen und nie mit einem nur “provisorisch” als Taxi gekennzeichneten Fahrer mitfahren!

 

Um den Gipfel zu erreichen, brauchst du vom Fuss aus ungefähr anderthalb Stunden. Die untere Hälfte ist noch eine einfache Angelegenheit, man umrundet den Felsen und gewinnt dabei stetig und rasch an Höhe. Dann beginnt der Fels. Nun geht es so richtig noch oben. Teilweise sind Stufen in den Felsen gehauen, teilweise kannst du über Leitern aufsteigen. Teilweise sind gefährliche und heikle Passagen mit Ketten gesichert. Und trotzdem braucht es ab und zu etwas Mut. Fehltritte sollten vermieden werden, sofern man nicht einen 50m Freiflug machen möchte ;-).

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Auch das letzte Stück ist noch nahrhaft und führt über einige Felsblöcke hinauf. Doch dann ist man oben angekommen und erst einmal überrascht: Wie ein abgeschnittener Kegel, die letzten Meter bis zum Spitz fehlen einfach. Es erscheint ein etwa 1000 Quadratmeter grosses Plateau. Und trotz etwas anstrengendem Aufstieg ist man nie allein auf dem Berg. Aber eines haben alle gemeinsam: Sie alle sind mit eigener Kraft hier herauf gekommen und jeder der das kennt, weiss, dass das verbindet. Egal ob Einheimische (einer habe ich kennen gelernt, der geht jeden Tag auf den Lions Head) oder Tourist, hier sind alle gleich. in der Mitte der Ebene gibt es nochmals ein kleiner Kegel. Auf diesem hast du eine fast schon irrsinnige 360° Rundumsicht. Nochmals: einfach FANTASTISCH!

Einmal waren wir in einer kleinen Gruppe oben. Danach fragte ich eine 18 jährige Begleiterin (eine Deutsche aus einer berglosen Gegend ;-)), ob es ihr gefallen habe. Darauf hat sie geantwortet: “Ja, es war super und enorm imposant. Aber nie mehr wieder”.

 

Tipp: Vollmondwanderung (habe ich aber leider nicht gemacht)
Auch Vollmondwanderungen auf dem Lions Head sind sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen sehr beliebt. Einmal im Monat treffen sich auf dem Gipfel Menschen, die zeitgleich das Beste vom Tag und der Nacht geniessen wollen: den Sonnenuntergang über dem Meer und Mondaufgang über dem Tafelberg. Aber achtet dann darauf, dass auch wenn es während der Gipfelbesteigung warm sein sollte, ihr unbedingt wärmere Kleidung mitnehmt, denn die Temperatur kann nach Sonnuntergang rasch abfallen. Zudem ist es ratsam, eine Taschenlampe mit zu nehmen ;-).

TIPP: Eine geführte Wanderung auf den Lions Head mit Sonnenuntergang kannst du hier online buchen

TIPP: Der Gipfel ist aufgrund der Aufwinde und der nahe gelegenen Strände ein beliebter Platz für Gleitschirmflieger, auch wenn ich nie welche gesehen habe.

TIPP: Der Lion’s Head gehört zum Tafelberg Naturreservat und ist ein Schutzgebiet für die seltenen Pflanzen.

 

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1 Kommentar

    • Reiner on 2. Dezember 2015 at 11:22
    • Antworten

    Werde über Weihnachten in Kapstadt sein und freue mich schon auf einen Trip zum Löwenkopf. Den Tipp mit dem Taxifahrer werde ich mir beherzigen.

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